Freiwillige Feuerwehr Köln - Löschgruppe Eil

retten, bergen, schützen, löschen

Großbrand eines Möbellagers im Gewerbegebiet Gremberghoven

 

Die Löschgruppe Eil war mit einer der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle und war verantwortlich die erste Wasserversorgung für eine Drehleiter (DL8) und einen Löschangriff auf der Rückseite des Gebäudes aufzubauen. Die sich im Vollbrand befundene Lagerhalle hatte eine Größe von ca. 15mx40m. Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Lagerhallen zu verhindern, musste eine angrenzende Wand mittels eines B-Strahlrohrs (400l/min) gekühlt und umliegende Brandherde gelöscht werden. Ein breites, schon geborstenes, Fenster ermöglichte es mit dem Wasserstrahl in das Gebäudeinnere vorzudringen. Im weiteren Verlauf konnte noch ein C-Strahlrohr (100l/min) zur Unterstützung mit eingebracht werden und das handgeführte B-Strahlrohr konnte mit Hilfe des LZ 9 durch einen Wasserwerfer ersetzt werden. Schlussendlich konnte die Mauer durch den massiven Wassereinsatz gehalten und eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Während dieser Zeit war unser LF Maschinist neben der sicheren Wasserversorgung auch für die Atemschutzüberwachung für unseren Brandabschnitt zuständig. Zu diesem Zeitpunkt bestand akute Einsturzgefahr für die Lagerhallen. Ein Innenangriff auf der Rückseite war zu keinem Zeitpunkt möglich. Erst im späteren Verlauf des Einsatzes konnten wieder die benachbarten Hallen begangen werden.

Nachdem die Löschunternehmungen mit Wasser Wirkung zeigten, konnte Schaum in die Halle eingebracht werden. Hier konnten die Kräfte der LG Eil die Kameraden aus den Löschgruppen Wahn und Zündorf unterstützen, die die Sonderaufgabe Schaumlogistik betreiben.

Nachdem die benachbarten Hallen wieder sicher begangen werden konnten, wurde in einer Halle eine Brandschutztür, die sich während des Feuers verzogen hatte, gewaltsam mittels Trennschleifer und Säge geöffnet. Von dort aus konnte man weitere Brandherde im Inneren der teilweise eingestürzten Halle löschen. Hierzu wurden verschiedenste Löschgeräte eingesetzt. Neben einem Mittel- und Schwerschaumrohr wurden ein C-Hohlstrahlrohr sowie auch ein B-Hohlstrahlrohr vorgenommen.

Aufgrund der langen Einwirkung des Feuers auf die benachbarten Hallen war es noch nicht sichergestellt, das sich doch schon Glutnester in diesen Hallen gebildet hatten. So wurden Verkleidungen mittels Einreißhaken entfernt und die zum Teil schon brennenden Gebäudestellen gelöscht. Nach rund 10 Stunden an der Einsatzstelle und dem geringen Schlaf schwanden langsam die Kräfte der Einsatzkräfte aus Eil. So wurde unser Brandabschnitt an den noch frischen Löschzug der Berufsfeuerwache 8 übergeben.

Damit war unsere Arbeit noch lange nicht getan. Unser LF musste wieder bestückt werden. Zwischenzeitlich waren fast alle Löschgeräte und Schläuche im Einsatz eingebunden. Nachdem die LG Eil die Gerätschaften wieder beisammen hatten, konnten das Gerätehaus angefahren werden. Dort wurden die Fahrzeuge und die Gerätschaften gereinigt und wieder einsatzbereit verladen. Nach über 12 Stunden war der Einsatz für die Löschgruppe Eil zu Ende.

Dieser Einsatzbericht spiegelt die Eindrücke und Wahrnehmung der LG Eil wieder.


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